Umweltschutz durch Internet
Laut eines Berichts der Globalen Initiative für e-Nachhaltigkeit (‘Global e-Sustainability Initiative’ (GeSI)) kann durch das Breitbandnetz der Kohlenstoffausstoß um Millionen von Tonnen reduziert werden und ein deutlicher Beitrag zum Energie sparen geleistet werden.

Der Bericht, der von der BT Group, der Deutschen Telekom, Ericsson und Verizon gestützt wird, zeigt einen direkten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Breitband-Internet und einer Reduzierung des Energieverbrauchs. Die Studie untersuchte acht Bereiche im Einzelnen:
- Telekommunikation
- Gebrauch des Internets als primäre Nachrichtenquelle
- Online-Banking
- Online-Handel
- Daten-Download und Streaming
- Online-Bildungsangebote
- Digitalfotografie
Die sechs Länder, die in die Studie einbezogen wurden, könnten eine Netto-Ersparnis von zwei Prozent ihres Gesamtenergiebedarfs erzielen, legt man realistische Werte für die Nutzung der acht genannten Kategorien zugrunde. Die USA könnten eine jährliche Ersparnis von netto 336 Mio. Tonnen Öl erreichen, was zwei Prozent ihres gesamten Energieverbrauchs entspricht. Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien könnten dasselbe Ziel erreichen.
Selbst steter Mikro-Tropfen höhlt den Stein
Die Gesamtersparnis von zwei Prozent scheint wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Doch diese vergleichsweise kleine Zahl rührt daher, dass die acht Internet-Aktivitäten, die untersucht wurden, nur einen geringen Teil der jeweiligen Wirtschaftsräume ausmachen. Doch selbst auf diesem niedrigen Level könnten kleine Änderungen im Online-Verhalten der Menschen bereits einen großen Nutzen erzielen. Würde für die oben genannten Aktivitäten mehr das Breitbandnetz sich zunutze gemacht, könnte mit relativ kleinen Ersparnissen im Energieverbrauch der einzelnen Industrieländer zusammen genommen ein großer Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung unserer Ressourcen geleistet werden.
Telekommunikation größtes Potenzial, e-Nachrichten und e-Bildung geringstes
Im Bereich Telekommunikation konnte nach Berechnungen der Studie der größte Nutzen erzielt werden. Hier macht der Wechsel zum Breitbandnetz einen Anteil von rund 83 bis 86 Prozent der jeweiligen Energieersparnis aus. Die Bereiche, in denen sich die Internetnutzung am wenigsten sparsam bemerkbar machte, waren die Online-Nachrichten und die Online-Bildung.
Foto: Goin’ mobile! von Theis Kofoed Hjorth, CC-BY
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