Internet als Indikator der Zukunft
Als das Internet die Welt eroberte, da rechnete man noch nicht damit, dass der Siegeszug so entscheidend und endgültig sein könnte. Doch spätestens mit den Forderungen der Piraten-Partei im letzten Bundestags-Wahlkampf ist klar geworden, wie sehr das Internet den Alltag bestimmt. Experten rechnen schon seit Jahren damit, dass auch ein Krieg gegebenenfalls über das Netz ausgetragen werden könnte.

Dies zeigte sich bereits am Beispiel des iranischen Kraftwerkes, welches mit Hilfe eines Computerprogramms lahmgelegt wurde. Die Konsequenz für die Zukunft ist also der Krieg der besten Hacker und Programmschreiber. Infrastrukturen stören, elektronische Abläufe torpedieren. Zwar wird kein Schuss im weitesten Sinne abgefeuert, doch Opfer wird es auch hier geben, so die Schätzung von Experten.
Jeder Vierte ohne Netz
Und obwohl die Welt ohne Netzwelt nicht mehr auskommen kann, ist dennoch laut einer aktuellen Studie jeder vierte Deutsche ohne einen Internetzugang. Nicht verwunderlich erscheint, dass in dieser Kategorie meist ältere Leute zu finden sind. Gerade für sie wäre es allerdings eine Erleichterung, die Vorteile des Netzes nutzen zu können. Behördengänge beispielsweise könnten so wegfallen, um die körperliche Belastbarkeit nicht unnötig zu strapazieren. Überraschender hingegen ist die Tatsache, dass sich immerhin 3 Prozent der jungen Leute gegen das Internet sträuben. Überzeugung ist hierfür meist der Grund. Aber auch hier gibt es junge Leute, die schlichtweg keinen Internetzugang haben.
Demokratie auch online?
Vielleicht haben die Piraten mit ihrer Forderung nach einem freien Internetzugang für alle gar nicht so unrecht. Vielleicht ist das auch, neben den Behördengängen und dem online Einkaufen, eine neue Möglichkeit an der Politik zu partizipieren und sein Leben neuer und freier zu gestalten. Die Ziele der Newcomer sind jedenfalls nach wie vor gesteckt. Neueste Entwicklung ist das Programm Liquid Democracy, mit welchem Abstimmungsprozesse und innerparteiliche Meinungsfindung gelenkt und vereinfacht werden können. Vielleicht kann das dann auch als Basis gelten, für eine neue Internetdemokratie. Verteufeln sollte man es nicht sofort. Aber: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Auch das hat das Internet in den letzten Jahrzehnten gezeigt.
Foto: Firefox Error Message – Well, this is embarrassing von IvanWalsh.com; CC-BY
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