Google auf dem Vormarsch
Bisher bietet Google seinen Kunden nur konfektionierte Anwendungen wie E-Mail, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung oder eine virtuelle Festplatte in der Internet-Cloud. Jedoch können Google-User zukünftig die eigenen Anwendungspakete in der Google-Cloud auch auf PCs mit dem freien Betriebssystem Linux laufen lassen.
Die neue Strategie von Google trifft insbesondere Amazon und seinen Cloud-Hosting Dienst EC2. Mit dem neuen Dienst macht der Suchmaschinendienst aber auch Oracle, Mare, Microsoft und Rechenzentren-Betreibern wie T-Systems Konkurrenz. Für einen Dollar wird der Service von Google 50 Prozent mehr Rechenleistung bieten als die Angebote der Konkurrenten. Bald wird eine eingeschränkte Vorschauphase gestartet. Im Augenblick ist das Startdatum sowie der genaue Preis von Google Computer Engine noch nicht bekannt.
Google Chrome kompatibel mit Apple-Geräten
Eine weitere große Ankündigung von Google betrifft Anwender von iPads und iPhones. Künftig werden sie auf Apple-Geräten auch mit dem Browser Google Chrome im Internet surfen können. Die Chrome-App wird kostenlos angeboten. Außerdem kann schon bald auch die virtuelle Festplatte Google Drive auf Siphonen oder iPad verwendet werden. Die auf der Festplatte gespeicherten Dateien können nach Texten, eingescannten Dokumenten und Inhalten in Fotos durchsucht werden. Sucht man beispielsweise nach dem Wort Pyramide, werden die Fotos angezeigt, auf denen Google-Bilderkennung eine Pyramide identifizieren kann. Bislang bietet nur der Online-Ablagedienst Evernote eine ähnliche Funktion.
Durch eine neue Offline-Funktion erhofft sich Google einen Schub für seinen Dienst Google Docs. Bislang konnten Texte nämlich nur bearbeitet werden, wenn man mit dem Netz verbunden ist. In Deutschland heißt der Dienst Text und Tabellen und wird künftig auch im Offline-Modus funktionieren. Sobald eine Verbindung zum Internet besteht, werden die Veränderungen, die offline an den Dokumenten durchgeführt wurden, synchronisiert.
Mehr als fünf Millionen Unternehmen, 66 der 100 Top-Universitäten in den USA und 45 US-Bundesstaaten setzten auf Google Apps. Der Google Konkurrent Microsoft ist bislang Marktführer bei Büro-Software, doch dies könnte sich schon bald ändern.
Foto: Google Logo in Building43 von Robert Scoble; CC-BY
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