Perfekte Ortung durch Navigation

Die Navigation dient generell der globalen Positionsbestimmung zu Land, zu Wasser und in der Luft: Fahrzeuge und Flugzeuge sollen so sicher an den gewünschten Standort geführt werden. Die geometrischen Aufgaben bestehen darin, den aktuellen Standpunkt festzustellen und die bestmögliche Route zu ermitteln. Schon vor über 6000 Jahren wurde die Kunst der Navigation im indischen und ägyptischen Raum entwickelt, wobei vor allem die Sterne der Orientierung dienten. Mit der zunehmenden Entwicklung der Raumfahrt, verlagert sich auch immer mehr Navigationstechnik ins All. Nahezu die gesamte Navigation erfolgt heutzutage über ein Globales Navigationssatellitensystem, auch GNSS genannt. Die Position wird über den Signalempfang von Pseudoliten und Navigationssatelliten bestimmt.

Größtenteils wird dabei das Global Positioning System (GPS) genutzt. Dieses globale Navigationssatellitensystem ist seit Mitte der 1990er Jahre komplett funktionsfähig und kann auch für zivile Zwecke Ortungen mit einer Genauigkeit von bis zu zehn Metern durchführen. In der Nähe von Referenzempfängern kann die Genauigkeit auf wenige Zentimeter gesteigert werden. Ursprünglich wurde GPS zu militärischen Zwecken entwickelt – um keine Informationen an Feinde weiterzuleiten, senden GPS-Geräte daher nicht, sondern empfangen ausschließlich. Inzwischen wird diese Technik auch in allen öffentlichen Bereichen genutzt, vom Vermessungswesen über einfache Positionsbestimmung bis hin zur Landwirtschaft. Zur genauen Bestimmung von Ort und Zeit sind vier Satelliten nötig. Aus der Zeit, die deren Signal bis zur Erde benötigt, ermittelt ein GPS-Empfänger die erforderlichen Daten. Damit immer vier Satelliten gleichzeitig Kontakt zu Empfängern haben, werden 24 GPS-Satelliten eingesetzt. Das europäische Satellitennavigationssystem wird Galileo genannt. Im Gegensatz zum GPS-System wurde es ausschließlich zu zivilen Zwecken entwickelt, dient inzwischen allerdings auch teilweise Sicherheitszwecken.

Während in den letzen Jahren mobile Navigationsgeräte zum Dauerbrenner wurden, bekommen die Hersteller nun starke Konkurrenz in Form von Smartphones. Inzwischen haben sogar viele kostenlose Programme auf den Handys einigen teuren Navigationsgeräten einiges voraus. Ob iPhone oder Konkurrenzgerät, heutzutage gibt es zahlreiche ausgereifte Software, mit der man problemlos von A nach B gelangt. Auch ein Test der Stiftung Warentest ließ die Handynavigation sehr gut dastehen. Handys arbeiten beim Navigieren genau wie Navigationsgeräte als GPS-Empfänger.

Telekommunikationsgeräte, wie Handys oder das Internet sind inzwischen ein wichtiger Teil der Gesellschaft und aus der Infrastruktur gar nicht mehr wegzudenken.

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